Risikofaktoren für Herz-Kreislauf-Erkrankungen

Risikofaktoren für Erkrankungen des Herzens und der Blutgefäße sind vor allem Stress, Rauchen, Alkohol, Übergewicht und eine ungesunde Ernährung. Damit erhöht sich die Wahrscheinlichkeit, für eine Herz-Kreislauf-Erkrankung.

Rauchende Zigarette
Rauchen erhöht das Risiko für Herz-Kreislauferkrankungen.
© iStock.com/Altayb

Da die Faktoren unmittelbar mit der Lebenssituation jedes einzelnen zusammenhängen, kann auch jeder durch eine veränderte Lebensführung zu einer Verbesserung seiner Gesundheit beitragen und sein persönliches Risiko für Herz-Kreislauf-Erkrankungen verringern.

Stress

Unter Stress werden Reize zusammengefasst, die über das individuell als normal empfundene Maß an körperlicher und psychischer Belastung hinausgehen. Schädlicher Stress (Disstress) wird negativ erlebt, weil die Anforderungen an sich selbst oder die der Umgebung die eigenen Fähigkeiten und Möglichkeiten übersteigen. Stressfaktoren (Stressoren) sind beispielsweise Leistungsdruck, Zeitmangel, Schlafmangel, Lärm oder auch Veränderungen der Lebensumstände wie Pubertät, Scheidung, Arbeitslosigkeit oder Umzug.

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Wenn diese Stressfaktoren überhand nehmen, kann es zu körperlichen und psychischen Krankheitssymptomen kommen. Denn in stressigen Situationen stößt der Körper vermehrt Hormone aus, die körperliche Reaktionen anregen. Sie erhöhen unter anderem die Herzfrequenz und den Blutdruck und weiten Pupillen und Bronchien.

Halten die Stressoren länger an, erreicht der Körper eine Erschöpfungsphase, die sich unterschiedlich auswirken kann. Gewichtsverlust, Schlafstörungen, Konzentrationsschwäche und Depressionen sind nur einige der Folgen, die sich auf lange Sicht zu Bluthochdruck (arterielle Hypertonie), Mangeldurchblutung der Herzkranzgefäße, Herzinfarkt oder Asthma ausweiten können.

Alkohol

Alkoholkonsum kann sich unter bestimmten Voraussetzungen ungünstig auf das Herz-Kreislauf-System auswirken. So werden durch Rauschtrinken (Trinken großer Mengen Alkohol in sehr kurzer Zeit) beispielsweise Herzrhythmusstörungen und Schlaganfälle   begünstigt. Generell erhöht sowohl einmaliger als auch regelmäßiger Alkoholgenuss den Blutdruck. Werden täglich mehr als 30 g Alkohol getrunken steigt das Risiko für Bluthochdruck um das Doppelte gegenüber Personen, die keinen Alkohol trinken.

Untersuchungen haben gezeigt, dass Männer, die täglich etwa drei bis vier Flaschen Bier oder eine Flasche Wein (60 bis 80 g Alkohol) trinken ein erhöhtes Risiko haben, Leberschäden zu bekommen. Auch steigt bei diesen Mengen das Risiko für Mund-Kehlkopf- und Speiseröhrenkrebs an.

Rauchen

Rauchen stellt die wichtigste Ursache für körperliche Schädigungen dar, die von jedem einzelnen selbst beeinflusst werden kann. Mit dem Tabakrauch inhalieren Raucher Nikotin, krebserregende Stoffe, Gifte und Schwermetalle, die auf Dauer schwerwiegende Auswirkungen für den Körper haben. Folgen sind unter anderem ein Rückgang der Leistungsfähigkeit, Vitaminmangel, eine verringerte Durchblutung (Raucherbein) und die Entstehung von Krebs.

Bei Rauchern ist das Risiko, eine Koronare Herzkrankheit (KHK) zu entwickeln und einen Herzinfarkt zu erleiden, doppelt so hoch wie bei Nichtrauchern. Auch passives Rauchen schädigt den Körper und die Gefäße. Um Erkrankungen vorzubeugen, ist ein Rauchstopp daher besonders wichtig. Dabei ist es egal, wie viele Jahre lang eine Person geraucht hat, bevor sie damit aufhört. Sobald das Rauchen eingestellt wird, verringert sich das Risiko, eine KHK zu erleiden, bereits um die Hälfte.

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Bewegungsmangel

Ein inaktiver Lebensstil ist ein bedeutender Faktor für die Entstehung von Gesundheitsproblemen. Insbesondere Diabetes, Rückenbeschwerden, Übergewicht und Herz-Kreislauf-Erkrankungen wie Bluthochdruck sind Folgen von Bewegungsmangel.

Wird körperliche Aktivität gezielt aufgenommen, können Menschen aller Altersgruppen einen großen Beitrag dazu leisten, die Entwicklung von Krankheiten und Beschwerden zu verhindern. Regelmäßiger Sport senkt beispielsweise das Risiko für Herz-Kreislauf-Erkrankungen und mindert andere Risikofaktoren der Arteriosklerose. Denn durch sportliche Aktivitäten sinken Blutdruck, Gewicht und Cholesterinspiegel.

Ungesunde Ernährung

Unter „ungesunder Ernährung“ wird eine unausgewogene Ernährung verstanden, die dem Körper nicht alle notwendigen Nährstoffe, oder aber bestimmte Stoffe im Übermaß, zuführt. Bei der Ernährung spielt vor allem die Zufuhr bestimmter Fette (Lipoprotein A, Triglyzeride, Homocystein) eine Rolle. Diese wirken sich schädlich auf das  Herz-Kreislauf-System aus.

Menschen, die wenig Ballaststoffe, Vitamine (besonders C und E) und nur geringe Mengen an Pflanzeninhaltsstoffen (enthalten in Obst und Gemüse) zu sich nehmen, haben ebenfalls ein erhöhtes Krankheitsrisiko. Eine ausgewogene Ernährung, mit viel frischer Kost, begrenzter Fettaufnahme und vielen Ballaststoffen gilt hingegen als gesundheitsfördernd.

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