Blutdruck: Normwerte von Systole und Diastole

Welche Blutdruckwerte noch gesund sind und was sie jeweils bedeuten

Der Blutdruck ist der durch die Herztätigkeit erzeugte Druck in den Blutgefäßen. Richtiger ist deshalb der Begriff Gefäßdruck. Er variiert je nach Bereich des Blutgefäßsystems.

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Für Menschen zwischen 20 und 30 Jahren gilt ein Blutdruck-Normwert von etwa 120/80 mmHg.

In der Nähe des Herzens ist der Blutdruck am höchsten. Er nimmt zu den Extremitäten hin ab, je weiter die Entfernung zum Herzen ist. Der Blutdruck ist notwendig, damit das Blut ständig und in ausreichendem Maße durch den Körper strömt, um ihn mit Sauerstoff und Nährstoffen zu versorgen. Das Blut muss auf seinem langen Weg durch enge Blutgefäße einen gewissen Widerstand überwinden. Die Höhe des Blutdrucks hängt von der Leistung des Herzens und vom Strömungswiderstand in den Arterien ab.

Die beiden Blutdruckwerte: systolisch und diastolisch

Der Blutdruck wird in zwei Werten und der Maßeinheit mmHg oder "Millimeter Quecksilbersäule" angegeben. Der obere (systolische) Wert entspricht dem Druck, den das Herz aufbringt, um das Blut in den Kreislauf zu pumpen. Er wird bei der Messung beim Öffnen der Blutdruckmanschette ermittelt. Der niedrigere (diastolische) Wert, der den passiven Gefäßwiderstand bei entspanntem Herzmuskel angibt, wird während der vollständigen Gefäßweite gemessen. Der Blutdruck steigt mit zunehmendem Alter etwas an.

Normale und krankhafte Blutdruckwerte

Als normal gelten Blutdruckwerte in Ruhe bis zu 140/90 mmHg. Gesunde Menschen zwischen 20 und 30 Jahren haben einen normalen Blutdruck von ungefähr 120/80 mmHg. Bei Anstrengung beginnt das Herz schneller und kräftiger zu schlagen, weil der Körper mehr Sauerstoff braucht. Der systolische Blutdruck steigt an. Nach einiger Zeit beruhigt sich der Herzschlag wieder und der Blutdruck sinkt auf einen normalen Wert. Im Schlaf sinkt der Blutdruck leicht ab, dafür ist er morgens am höchsten.

In höherem Alter ist es normal, wenn der systolische Wert in Ruhe auf bis zu 140, der diastolische auf bis zu 90 mmHg ansteigt. Werte, die in Ruhe dauerhaft zu niedrig liegen (unter 100/60 mmHg), bezeichnet man als Hypotonie (zu niedriger Blutdruck). Werte, die in Ruhe dauerhaft über 140/90 mmHg liegen, entsprechen einer Hypertonie (Bluthochdruck). Steigen die Blutdruckwerte plötzlich stark an, liegt eine sogenannte Bluthochdruckkrise vor. Bei dieser handelt es sich um einen akuten Notfall.

Warum gibt es beim Blutdruck zwei Werte?

 

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Letzte Aktualisierung: 01. August 2013
Quellen: F.A. Brockhaus (Hrsg.).: Der Brockhaus Gesundheit. F. A. Brockhaus, Leipzig 2006

Beitrag zum Thema aus der Community
  • Expertenrat Herz
    Blutdruck schwankt
    05.02.2013 | 11:42 Uhr

    Hallo, meine Mutter (55 Jahre) bekam vor ca. 2 Jahren Bluthochdruck. Das wurde untersucht...   mehr...

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