Dänische Meta-Studie

Herzinfarkt wegen nörgelnder Ehefrau

Herzrisiko für den Mann: Seine Frau, die ständig schimpft

Wenn die Ehefrau ständig schimpft und das Verhalten des Partners negativ kommentiert, steigt für den Mann das Risiko für Herzkrankheiten wie Herzinfarkt massiv an. Das zeigt eine dänische Studie.

Ehepaar_Streit-Herzinfarkt
Frauen, die ständig ihren Mann kritisieren, machen ihn krank - vor allem das Herz leidet.
Thinkstock

"Was hast du da wieder gemacht?",  "Willst du nicht endlich mal was für deine Gesundheit tun?", "Iss nicht so viel!", oder "Von dir hab ich auch nichts anderes erwartet!" - Sätze wie diese mit ständigem Nörgeln verbunden können einen Partner krank machen. Sie schaden vor allem Männern, denn Frauen reagieren weniger sensibel auf beständige Kritik. Das hat eine Studie der Universität Kopenhagen herausgefunden. Die Liste der Risikofaktoren für Herzkrankheiten wie den gefolgt von Herzerkrankungen wie Herzinfarkt wird demnach länger und umfasst nicht nur Rauchen und Übergewicht, sondern auch eine nörgelnde Ehefrau.

Elf Jahre Daten von knapp 10.000 Männern und Frauen gesammelt

Für ihre Untersuchung nutzten die Wissenschaftler die Daten der Danish Longitudinal Study on Work, Unemployment and Health. Sie umfasste knapp 10.000 Männer und Frauen. Alle waren zwischen 36 und 52 Jahre alt. Die Studie lief über elf Jahre. Die Forscher unter der Leitung von Rikke Lund analysierten dabei ebenso die Angaben der Probanden darüber, wie sie sich in ihrem Umfeld behandelt fühlten, wie ihre Sozialkontakte und die Ehe sowie Partnerschaft verliefen.

Risikofaktor: eine nörgelnde Ehefrau

Im Laufe der Studie verstarben vier Prozent der Frauen und sechs Prozent der Männer. Die Haupttodesursache war Krebs, gefolgt von Herzerkrankungen wie Herzinfarkt. Besonders gefährdet dafür, eine Herzerkrankung zu bekommen waren vor allem die Männer, die sich ständig mit Vorhaltungen und Sorgen ihrer Frauen herumschlagen mussten. Das sprichwörtlich "starke" Geschlecht ist in diesem Zusammenhang eher das schwache.

Stresshormon Cortisol steigt stark an

Ursache dafür könnte sein, so vermuten die Wissenschaftler, dass bei Männern der Cortisolspiegel beim Streiten höher und anhaltender ansteigt als bei Frauen. Das Stresshormoncortisol schwächt das Immunsystem und steht im Zusammenhang mit Gefäßerkrankungen.

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Letzte Aktualisierung: 19. Mai 2014
Quellen: Journal of Epidemiology & Community Health

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