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Herz-Lungen-Wiederbelebung (Reanimation)

So reanimieren Sie richtig und retten Leben

Mit dieser bebilderten Anleitung können Sie Ihr Wissen über die Herz-Lungen-Wiederbelebung einfach und schnell auffrischen.

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Die Herz-Lungen-Wiederbelebung (Reanimation) sichert Überlebenschancen.
© iStock.com/Stockbyte

Im Notfall zählt jede Sekunde. Bei der Herz-Lungen-Wiederbelebung (Reanimation) gibt es deshalb nur einen Fehler: wenn sie bei einem Herz-Kreislauf-Stillstand nicht durchgeführt wird.

Mit dieser Anleitung frischen Sie Ihr Wissen aus der Ersten-Hilfe auf und können in Zukunft noch besser helfen - im Straßenverkehr, im Einkaufszentrum und vor allem zu Hause, wenn es um das Leben eines geliebten Angehörigen geht.

So äußert sich ein Herzinfarkt bei Frauen

Lifeline/Wochit

Die wichtigsten Regeln der Herz-Lungen-Wiederbelebung (Reanimation)

Sofort mit der Wiederbelebung beginnen

Nicht ansprechbar? Keine Atmung oder Lebenszeichen erkennbar? Verlieren Sie keine Zeit mit der Pulssuche - damit haben selbst Profis Schwierigkeiten. Schaffen Sie Platz, befreien den Oberkörper des Erkrankten von störender Kleidung und beginnen Sie mit der Herzdruckmassage.

Muss ich beatmen?

Besser ja, denn dadurch wird der Körper weiterhin mit Sauerstoff versorgt, die auch in der Ausatemluft noch zu 17 Prozent vorhanden ist. Die Hemmschwelle liegt aber nachvollziehbar hoch, eine fremde Person Mund-zu-Mund zu beatmen. Im Zweifelsfall darf also auf die Beatmung verzichtet werden - mit Beatmung erhöhen Sie die Überlebenschance.

Reanimation (Wiederbelebung)

Push hard, push fast - und wenn die Rippe bricht?

Je nach Körpergröße und Statur des Erkrankten ist für die Herzdruckmassage viel Kraft notwendig. Der Brustkorb muss beim Erwachsenen zu 2/3 tief in der Mitte des Brustbeins eingedrückt  und anschließen komplett entlastet werden. Bei älteren Menschen mit Osteoporose aber auch bei jüngeren kann dies zum Rippenbruch führen. Darum gilt: Am Rippenbruch verstirbt man nicht, am Herzstillstand schon.

30 mal drücken, dann zwei mal beatmen (30:2)

Damit der Kreislauf durch die Herzdruckmassage in Schwung kommt und das Blut im Körper Zirkulieren kann, braucht es bis zu 15 Pumpversuche. Früher lehrte die Erste Hilfe hier den Stopp mit anschließender Beatmung. Doch gerade wenn die Pumpe läuft, bleibt sie auch schon wieder stehen! Darum wird heutzutage doppelt so oft das Herz gedrückt, damit der Kreislauf auch zustande kommt.

Die Beatmung mit zwei Atemspenden schenkt Sauerstoff, der dann wieder durch den Körper transportiert werden kann und vor allem das Gehirn versorgen soll, das ab der sechsten Minute rund zehn Prozent Schaden mit jeder weiteren verstrichenen Minute nimmt.

Wie lange muss ich die Wiederbelebung durchführen?

Im Idealfall endet die Reanimation mit dem Erfolg, dass das Herz wieder schlägt und der Erkrankte selbstständig atmet. Bei einem Herzinfarkt ist dies aber sehr unwahrscheinlich, da durch die Herzdruckmassage die eigentliche Ursache, also der Infarkt mit dem Herzkrankzgefäßverschluss, nicht beseitigt werden kann. Darum muss so lange reanimiert werden, bis der Rettungsdienst kommt und die Maßnahmen übernimmt. WICHTIG: Nicht aufhören, wenn die Sanitäter zur Türe reinkommen. In diesem Moment bleibt das Herz sonst sofort wieder stehen!

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