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Auf salziges und fettiges Essen verzichten

Gemüse, Wasser und Vollkornbrot halten Herz gesund

Müdigkeit, Husten oder Atemnot – Dies können Symptome für ein schwaches Herz sein, weil die Herz-Pumpleistung nicht mehr richtig funktioniert . Experten empfehlen Bewegung, gesunde Ernährung und viel Flüssigkeit. Bei angeborenen Herzproblemen können Operationen helfen, wie das Mitralklappen-Clipping.

Auswahl an frischem Gemüse
Herzgesund im Alltag: Gemüse, Vollkornprodukte und viel Wasser sind gut fürs Herz.
@ iStock.com/JackF

Herzschwäche tritt vor allem bei Menschen auf, die an Übergewicht, Bluthochdruck oder Diabetes leiden. Daher lautet die Formel für ein starkes Herz: gesunde Ernährung, viel trinken und vor allem Bewegung.

Patienten können das Herz durch gesunde Ernährung stärken

Professor Butter, Chefarzt der Kardiologie am Herzzentrum Brandenburg in Bernau und Experte auf dem Portal herzklappenhilfe.de empfiehlt als Ernährungsgrundlage  bei Herzschwäche die sogenannte Mittelmeerküche: "Hier stehen viel Gemüse, Salat, Vollkornprodukte, Obst, Fisch, Raps- sowie Olivenöl anstatt zu viel Fleisch und tierische Fette in Form von Butter oder Schmalz auf dem Speiseplan", so Butter.

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Achtung bei Salz: Menschen mit einem schwachen Herz sollten dieses Gewürz nur in Maßen zu sich nehmen. Stattdessen sollten die Betroffenen lieber auf mediterrane Kräuter wie Basilikum, Rosmarin oder Thymian zurückgreifen. Laut dem Experten bindet Salz nämlich "Wasser im Körper und erschwert somit die Pumpfunktion des Herzens."

Daher müssen herzschwache Menschen unbedingt auf ihre Flüssigkeitsaufnahme achten – ein bis anderthalb Liter Flüssigkeit am Tag sollte dabei das Mindestmaß sein.

Schwaches Herz führt zu mangelnder Blutversorgung

Eine Herzschwäche (Insuffizienz) entsteht nicht einfach von heute auf morgen. Häufige Ursache: Erkrankungen wie  hoher Blutdruck oder Diabetes. Diese haben den Herzmuskel jahrelang so sehr in seiner Funktion beeinträchtigt, dass am Ende eine Funktionsstörung des Herzmuskels eintritt. Dadurch kann das Herz das Blut nun nicht mehr in ausreichender Menge in die Blutbahnen des Körpers weiterpumpen.

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Der Herzmuskel versucht dann, diesen Mangel mit mehr Herzschlägen pro Minute auszugleichen – mit verheerenden Folgen: Das sauerstoffreiche Blut verändert seine Laufrichtung und fließt teilweise wieder zurück in die Lunge. Dort kommt es zum Blutstau, was jeglichen Sauerstoffaustausch erschwert. Die Lunge gleicht dies wiederum mit einer erhöhten Anzahl an Atemzügen aus. Bei Betroffenen äußert sich diese Art von Herzschwäche durch Atemnot oder Husten. Auch in den Gefäßen kommt es zum Blutstau. Dies hat beispielsweise auch Wasseransammlungen im Gewebe (Ödeme) zur Folge.

Laut Professor Butter können andere Ursachen für ein schwaches Herz angeborene Herzfunktionsstörungen sein. Zum Beispiel der Herzklappenfehler (Mitralinsuffizienz). Grund für die geringe Pumpleistung des Herzens: Die Klappe zwischen linkem Vorhof und Herzkammer schließt nicht mehr richtig. Dadurch kommt es zum andauernden Blutrückfluss. So nimmt der Vorhof immer mehr an Volumen zu. Ergebnis: Wiederum Funktionsstörungen wie Blutstau in der Lunge und Symptome wie Atemnot.

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Herzklappenfehler mit MitraClip reparieren

Bei "einfachen" Herzschwächen können zusätzlich Medikamente zu einem kräftigen Herzen beitragen. Bei größeren Herzproblemen wie dem Herzklappenfehler helfen oft nur noch operative Eingriffe. Dabei reparieren die Ärzte die fehlerhafte Mitralklappe oder ersetzen sie ganz.

"Für Patienten mit hohem OP-Risiko gibt es außerdem die Möglichkeit des Mitralklappen-Clippings.", so Professor Butter. Der Zugang zum Herzen erfolgt minimalinvasiv über die Leistenvene. Dort setzen die Ärzte dann einen speziellen Clip an der Mitralklappe ein – den sogenannten MitraClip. Dieser verhindere dort den Blutrückfluss.

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