Apoplex vorbeugen

Schlaganfall bei Frauen verhindern

Erstmals frauenspezifische Leitlinien gegen den Stroke veröffentlicht

Frauen sind von Schlaganfällen etwas häufiger betroffen als Männer. Das gilt weltweit. In den USA haben die American Heart Association (AHA) und American Stroke Association (ASA) erstmals Leitlinien zur Schlaganfallprävention vorgestellt, die auf frauentypische Risikofaktoren eingehen.

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Frauen bekommen häufiger einen Schlaganfall als Männer. Akute, starke Kopfschmerzen können ein Symptom sein.
Getty Images/iStockphoto

Warum haben Frauen häufiger einen Schlaganfall als Männer? In der Humanmedizin beschäftigt sich ein Fachgebiet ganz bewusst mit den unterschiedlichen Häufigkeiten und Verläufen einer Erkrankung und den für das jeweilige Geschlecht passenden Therapien. Dieser noch recht junge Bereich der sogenannten Gender Medicine gewinnt bei der Behandlung der großen Volkskrankheiten wie Bluthochdruck oder Diabetes immer mehr Bedeutung. Die beiden amerikanischen Faschgesellschaften American Heart Association (AHA) und American Stroke Association (ASA) haben diese Erkenntnisse nun auch auf die Prävention des Schlaganfalls (Apoplex) angewandt.

Warum haben Frauen ein höheres Schlaganfallrisiko?

Bluthochdruck ist der größte Risikofaktor für einen Schlaganfall. Ein frauenspezifischer Auslöser ist dabei die Präeklampsie (EPH-Gestose), eine Erkrankung nicht geklärter Ursache, die zur Wassereinlagerung (Ödem), Eiweißausscheidung im Urin (Proteinurie) und eben Bluthochdruck führt, aber nur während oder unmittelbar nach der Schwangerschaft auftritt.

Störungen der Blutgerinnung führen zu Thromben, die die Gefäße verstopfen und ebenfalls einen Schlaganfall auslösen. Orale Kontrazeptiva, wie Ärzte die Verhütungs-Pille nennen, begünstigen die Bildung der gefährlichen Blutpfopfen.

Schlaganfall vorbeugen statt behandeln

Jetzt gibt es erstmals Empfehlungen für die Schlaganfall-Prävention, ganz auf die individuellen Bedürfnisse und Besonderheiten der Frau zugeschnitten. Dabei gilt der zentrale Merksatz "Wer einen Risikofaktor in sich trägt, muss jeden weiteren meiden!"

Wie das genau funktionert, warum Kalzium gegen die EPH-Gestose helfen soll und niedrig dosierte Blutverdünner wie ASS in der Schwangerschaft dem Baby nicht schaden, können Sie im ausführlichen Artikel auf Lifeline.de nachlesen:

Wie Frauen Schlaganfall vorbeugen können

Autor:
Letzte Aktualisierung: 10. Februar 2014

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