Häufige Fragen

FAQ Kernspintomographie

Die häufigsten Fragen zur Kernspintomographie (MRT).

Darm-CT- Krebs-Vorsorge ohne Schlauch_106409781.jpg
Computertomogrtaphie und Kernspintomographie ermöglichen einen Blick in den Körper.
Getty Images/iStockphoto

Sind Computertomographie (CT) und Kernspintomographie (MRT) dasselbe?

Nein. Eine Computertomographie (CT) ist eine Röntgenuntersuchung - eine Kernspintomographie (MRT=Magnetresonanztomographie) ist eine Untersuchung, die für die Bildgebung mit einem starken Magnetfeld sowie Radiowellen arbeitet. Irgendwelche Störungen des Befindens oder gesundheitliche Schäden kommen hierbei nicht vor. Man bezeichnet beide Untersuchungen auch als nicht-invasive Diagnostik.

 

Wird mein ganzer Körper während einer Kernspintomographie-Untersuchung in Bildern dargestellt?

Nein, dies ist nicht möglich. Eine Kernspintomographie kann lediglich die Körperregion untersuchen, die von einer an Ihren Körper angelegten so genannten Spule erfasst ist: also jeweils zum Beispiel der Kopf, der Hals, der Bauchraum oder ein einzelnes Gelenk.

 

Wie lange dauert eine Kernspintomomograhie-Untersuchung (MRT)?

Durch moderne Computer und Gerätetechnik sind bei der Kernspintomographie sehr kurze Untersuchungszeiten für einzelne Messsequenzen möglich, so dass die Gesamtdauer je Untersuchung in der Regel ungefähr 15 Minuten beträgt. Das sogenannte Untersuchungsprotokoll wird jedoch auf jeden Patienten sowie die jeweilige Fragestellung maßgeschneidert erstellt. So sind durchaus kürzere, aber auch längere Zeiten möglich sind.

 

Kann eine Begleitung (zum Beispiel Familienangehöriger) während der Kernspintomographie-Untersuchung dabei sein?

Es ist normalerweise nach vorheriger Rücksprache mit dem MRT-Team möglich, eine Begleitperson während der Untersuchung in Ihrer Nähe zuzulassen.

 

Bei meinem Kind soll eine Kernspintomographie gemacht werden. Kann ich als Vater oder Mutter mit an oder in das Gerät?

Um dem Kind die Untersuchungssituation zu erleichtern, ist es meist sogar erwünscht, dass die Mutter oder der Vater während der Untersuchung anwesend ist. In einzelnen Fällen ist es sogar möglich, dass ein Elternteil mit dem Kind im Untersuchungsgerät liegt.

 

Wer darf überhaupt nicht in den Untersuchungsraum bei einer Kernspintomographie?

Alle Personen mit einem Herzschrittmacher, Neurostimulatoroder einem implantierten elektronischen Gerät dürfen den Untersuchungsraum, in dem eine Kernspintomographie gemacht wird, auf keinen Fall betreten.

 

Ist das Liegen im Kernspintomographie-Untersuchungsgerät unbequem?

Nein. Die Kernspintomographie sollte auf keinen Fall für Sie unbequem oder gar schmerzhaft sein. Sollten Sie trotzdem vor der Untersuchung bereits merken, dass sie schlecht liegen, teilen Sie dies dem Untersuchungs-Team sofort mit. Eine entspannte Lage ist sehr wichtig, damit die Untersuchungsergebnisse durch Bewegungsunruhe während der Messungen nicht beeinträchtigt werden.

 

Ich habe Platzangst - kann ich trotzdem eine Kernspintomographie bekommen?

Platzangst ist ein dem Untersuchungs-Team ein vertrautes und in Zusammenarbeit mit Ihnen durchaus lösbares Problem. Neue Geräte erleichtert Ihnen, verglichen mit älteren Geräten, die Untersuchung erheblich: Die Untersuchungszone ist sehr kurz, hell ausgeleuchtet und in den Öffnungen weit gestaltet, so dass ein Engegefühl wenig wahrscheinlich ist. Manchmal ist es je nach Fragestellung möglich, mit dem Kopf außerhalb des Untersuchungsgerätes zu liegen. Darüber hinaus kann Ihnen nach Absprache vor der Untersuchung ein leichtes Beruhigungsmittel verabreicht werden.

 

Schmerzt die Kernspintomographie?

Die Untersuchung ist grundsätzlich nicht schmerzhaft. Bei einzelnen, sehr schnellen Untersuchungssequenzen kann allerdings ein geringfügiges, nicht weiter störendes Wärmegefühl auftreten. Dieses ist gesundheitlich nicht bedenklich.

 

Wie kann ich mich während der Kernspintomographie-Untersuchung bemerkbar machen?

Moderne Einrichtungen nutzen während der Untersuchung alle technischen Möglichkeiten der Patientenüberwachung: Beispielsweise wird über eine Fingersonde die Herz- und Kreislauffunktion gemessen und der Patient wird während der gesamten Untersuchungsdauer auf einem Überwachungsmonitor gesehen. Das Untersuchungsteam steht mit dem Patienten wechselseitig über eine Sprechanlage in Verbindung. Der Patient hält während der gesamten Untersuchung eine Ruftaste in der Hand.

 

Ist das Kontrastmittel gefährlich?

Das in der Kernspintomographie angewandte Kontrastmittel (KM) ist, verglichen mit Röntgenkontrastmittel, jodfrei und dadurch deutlich besser verträglich. Das Allergierisiko ist sehr gering - dies hat die weltweit millionenfache Anwendung dieses Verfahrens gezeigt. So können also auch Kinder und Säuglinge mit diesem Kontrastmittel untersucht werden. Es wurden sehr selten Nebenwirkungen wie kurze Übelkeit oder vorübergehendes Kältegefühl an der Injektionsstelle beschrieben.

 

Ist die Kernspintomographie auch ohne Kontrastmittel möglich?

Eine Kernspintomographie ohne Kontrastmittel bietet bereits weitgehende Informationen, die in vielen Fällen ausreichen. Je nach Fragestellung ist allerdings eine zusätzliche Kontrastmittelgabe, insbesondere zur Gefäßdarstellung, notwendig.

 

Kann die Kernspintomographie unterbrochen und dann weiter fortgesetzt werden?

Wird eine Kernspintomographie während der Messdurchgänge vorzeitig unterbrochen, liegen zumeist noch keine aussagekräftigen Aufnahmen vor: Die gesamte Untersuchung muss von Anfang an wiederholt werden. Insbesondere bei aufwendigen Untersuchungen (zum Beispiel der weiblichen Brust und der Arterien) mit Kontrastmittelgabe kann die Untersuchung dann erst am Folgetag wiederholt werden.

 

Was passiert, wenn ich während der Kernspintomographie husten muss?

Ein Hustenreiz lässt sich oft nicht unterdrücken. Eine günstige Gelegenheit, ohne Beeinträchtigung der Untersuchungsergebnisse zu husten, besteht während der Pausen zwischen den lauten Klopfgeräuschen des Gerätes. Wenn die Untersucher schon vorher von Ihrem Hustenreiz wissen, können Ihnen Hustentropfen gegeben werden.

 

Ist die Kernspintomographie wirklich so laut, auch bei einem modernen Gerät?

Jedes Kernspintomographiegerät erzeugt laute Klopfgeräusche während den Untersuchungsmessungen. Gerade moderne Geräte mit der Möglichkeit schneller Bildgebung führen zu sehr lauten Klopf- und Brumm-Geräuschen. Meist können Sie sich vor der Untersuchung von dem Untersuchungs-Team einen Kopfhörer oder Ohrenstöpsel geben lassen.

 

Ich bin schwanger. Kann ich trotzdem eine Kernspintomographie bekommen?

Besonders in der fortgeschrittenen Schwangerschaft ist die Kernspintomographie auch zur Vermeidung von Röntgenstrahlen eine sehr geeignete Untersuchungsmethode. In der Frühschwangerschaft sollte eine Untersuchung nur nach ausführlichem vorhergehenden Gespräch mit den behandelnden Ärzten erfolgen. Eine direkt schädigende Wirkung auf das werdende Kind ist bisher nicht bekannt.

 

Kann ich nach Kernspintomographie - auch nach Kontrastmittelgabe - Auto fahren?

Die Kontrastmittelgabe beeinträchtigt die Verkehrssicherheit nicht. Haben Sie aus besonderem Anlass zuvor ein Medikament verabreicht bekommen, dass die Verkehrssicherheit beeinträchtigt, wird dies mit Ihnen ausführlich besprochen.

 

Ersetzt die Kernspintomographie in Zukunft alle Röntgenuntersuchungen?

Die Kernspintomographie ist eine strahlenfreie Methode, die die vorausgegangenen Röntgen- und Ultraschalluntersuchungen ergänzt, in manchen Fällen auch ersetzt. Ein Ersatz aller Röntgen-Untersuchung wird zumindest in den nächsten zehn Jahren allerdings nicht möglich sein. Auf manche Röntgenuntersuchung, wie zum Beispiel der Mammographie, kann man wegen der Suche nach Mikrokalk wohl niemals verzichten. Die Auswahl des geeigneten bildgebenden Verfahrens durch Ihre behandelnden Ärzte orientiert sich grundsätzlich an der medizinischen Fragestellung.

Selbsttest

Zum Seitenanfang