Häufige Fragen

FAQ Durchblutungsstörungen

Die häufigsten Fragen zu Durchblutungsstörungen und Blutgefäßen.

thromboserisiko
Von kalten Füßen bis Schwellungen der Beine - Durchblutungsstörungen können sich sehr unterschiedlich äußern.
(c) Stockbyte

Sind nächtliche Wadenkrämpfe ein Anzeichen für arterielle Durchblutungsstörungen?

Wenn Sie tagsüber über einen Kilometer ohne Wadenschmerzen spazierengehen können, liegen die Gründe für diese Beschwerden höchstwahrscheinlich nicht an arteriellen Durchblutungsstörungen. Womöglich ist der venöse Rückstrom durch die Beine gestört (Varikosis, Bildung von Krampfadern) oder es liegen andere, seltenere Ursachen vor.

 

Zunehmend habe ich Schmerzen in Hüftbereich am Morgen, die im Laufe des Vormittags meist verschwinden, aber mitunter auch bleiben. Deutet dies auf Durchblutungsstörungen hin?

Die peripheren arteriellen Durchblutungsstörungen führen selten zu isolierten Schmerzen im Bereich der Hüfte. Es ist eher das ganze Bein betroffen, wobei am Beginn der Erkrankung die Schmerzen beim Gehen auftreten. Die genannten Beschwerden deuten eher auf Erkrankungen im Bereich der Lendenwirbelsäule, des Beckens oder des Hüftgelenks selbst hin.

 

Ich habe immer öfter kalte Füße und schon seit längerem Wadenschmerzen nach längerem Laufen. Sind das Durchblutungsstörungen?

Kalte Füße sind vor allem bei Frauen ein sehr häufiges Symptom für harmlose Regulationsstörungen von Nervensystem und Blutkreislaufsystem. Im geschilderten Fall können aber durchaus arterielle Durchblutungsstörungen vorliegen. Vor allem die belastungsabhängigen Wadenschmerzen sind hierfür ein Zeichen, die in Verbindung mit den kalten Füßen typisch für arterielle Durchblutungsstörungen sind. Eine schnelle ärztliche Abklärung ist erforderlich.

  

Seit drei Monaten leide ich unter zunehmenden Erektionsstörungen. Meine Beine sind beide kraftloser geworden und schmerzen beim bergauf gehen. Kann das an Durchblutungsstörungen liegen?

Bei Ihnen ist eine Gefäßdiagnostik möglichst bald erforderlich. Die periphere arterielle Durchblutungsstörung kann mitunter im Bereich des Beckens lokalisiert sein und damit die Durchblutung der Beine und gleichzeitig auch die Durchblutung der Geschlechtsorgane beeinträchtigen. Dies kann zu Erektionsstörungen führen.

  

Deuten abendliche, nicht schmerzende Schwellungen der Beine auf Durchblutungsstörungen hin?

Diese Beschwerden deuten eher nicht auf eine Periphere Arterielle Verschlusskrankheit hin, da die Schmerzen fehlen, es sei denn, Sie sind zuckerkrank.

  

Seit zwei Tagen habe ich plötzlich Schmerzen im gesamten Bein an der Außenseite, die sich bei Bewegung unerträglich steigern. Sind das Durchblutungsstörungen?

Der Verlauf von ganz ohne Beschwerden bis zu plötzlichen erheblichen Beschwerden in Ruhe lässt eine arterielle Durchblutungsstörung unwahrscheinlich werden. Eine ärztliche Abklärung ist erforderlich. Denkbar ist, dass die Beschwerden ihre Ursache in der Lendenwirbelsäule haben (Lumboischialgie).

  

Im Anschluss an eine zehnstündige Busfahrt ist mein rechter Unterschenkel plötzlich dicker geworden. Was kann die Ursache für die Schwellung sein?

Hier ist ärztliche Klärung erforderlich, um eine Thrombose (Blutgerinnungspropf) der Unterschenkelvenen oder auch der Oberschenkelvenen auszuschließen. Bei einer Thrombose wäre sofortige ärztliche Behandlung nötig. Bekannterweise treten Thrombosen der tiefen Beinvenen gehäuft auf, wenn die Beine länger eingezwängt waren, wie dies in Bussen und Flugzeugen der Fall ist.

  

Muss bei einem erhöhtem Cholesterinspiegel mit dem Auftreten einer peripheren arteriellen Verschlusskrankheit gerechnet werden?

Ein erhöhter Cholesterinwert ist nur ein Risikofaktor für die periphere arterielle Verschlusskrankheit: keinesfalls muss bei einem erhöhtem Cholesterinwert mit dem Auftreten dieser Krankheit gerechnet werden. Außerdem ist es wichtig, den erhöhten Cholesterinwert in seine Bestandteile aufzuschlüsseln, da manche Cholesterinfraktionen auch günstig bzw. schützend auf Gefäße wirken.

  

Warum muss mein Bluthochdruck behandelt werden, obwohl es mir gut geht?

Der Bluthochdruckgilt als Risikofaktor für eine Reihe von Erkrankungen, hierzu zählen Herzkrankheiten und auch die periphere arterielle Verschlusskrankheit sowie Nierenkrankheiten und Krankheiten des Gehirnkreislaufes. Diesen Krankheiten beugt die Behandlung des Bluthochdrucks vor. Die eventuellen Beschwerden am Anfang der Behandlung verschwinden oft im Laufe der Zeit wieder.

  

Muss ich mich viel bewegen, auch wenn ich vollkommen gesund bin?

Muskeln und Gefäße brauchen den Bewegungsreiz, um sich gesund zu erhalten. So führt beispielsweise eine Gipsbehandlung am Bein zu einer deutlichen Verkleinerung des Muskels und zur zumindest zeitweiligen Funktionseinschränkung.

  

Mein Freund (57 Jahre) hat vor einigen Wochen eine Beinembolie erlitten, was sofort operiert werden musste. Vorher galt er als vollkommen gefäßgesund. Wie kann man so etwas verstehen?

Eine Embolie bedeutet, dass plötzlich der Gefäßfluss durch ein Blutgerinnsel unterbrochen wird, welches das Gefäß verstopft. Wahrscheinlich ist das Blutgerinnsel bei Ihrem Freund im linken Vorhof entstanden, was bei bestimmten Herzrhythmusstörungen (Vorhofflimmern) vorkommen kann. Dieser Blutpropf (Thrombus) ist dann mit dem arteriellen Strom ins Bein geflossen und hat dort zur Embolie geführt. Wäre der Thrombus Richtung Halsgefäße transportiert worden, wäre womöglich ein Schlaganfall die Folge gewesen.

  

Ich habe an beiden Beinen Krampfadern. Muss ich auch mit Arterienerkrankungen rechnen?

Erkrankungen der Venen und der Arterien sind zwar beides Gefäßerkrankungen, dennoch ist bei Vorliegen einer Erkrankung der Venen überhaupt nicht mit einer erhöhten Wahrscheinlichkeit von Arterienerkrankungen zu rechnen. Dies gilt auch umgekehrt. Zusammen mit der peripheren arteriellen Verschlusskrankheit kommen jedoch andere Erkrankungen gehäuft vor. Dies gilt für die Zuckerkrankheit, die Koronare Herzkrankheit, den Bluthochdruck und Fettstoffwechselstörungen.

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