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Nicht-invasive Herzdiagnostik: CT und MRT

Während das Herz-CT mit Röntgenstrahlung arbeitet, kommt eine MRT des Herzens ohne Strahlenbelastung aus

Methoden der nicht-invasiven Herzdiagnostik werden angewandt, um verschiedene Herz- und Gefäßerkrankungen festzustellen. Im Rahmen vorsorglicher Untersuchungen können schon sehr früh Gefährdungen diagnostiziert und entsprechend behandelt werden.

Nicht-invasive-Herzdiagnostik
Durch Herz-CT kann sich ein Patient in speziellen Fällen eine Herzkatheter-Untersuchung ersparen. CT und MRT liefern scharfe Bilder des Herzens.
(C) 2009 Jupiterimages

Die nicht-invasive Herzdiagnostik beinhaltet risikoarme Untersuchungsmethoden, die zum Beispiel in Vorbereitung einer Bypass-Operationen oder anderer Eingriffe zum Einsatz kommen. In der nicht-invasiven Herzdiagnostik werden zwei Verfahren voneinander unterschieden: Die Computertomographie (CT) und die Magnetresonanztomographie (MRT).

Beide Untersuchungen liefern ein aus vielen Einzelaufnahmen zusammengesetztes, sehr aussagekräftiges Bild der untersuchten Körperregion und ermöglichen bei Einsatz eines Kontrastmittels die detaillierte Darstellung von Körperhöhlen und Gefäßen. Dies geschieht bei der Magnetresonanztomographie völlig ohne Strahlenbelastung, sodass diese sogar bei Kindern und Schwangeren eingesetzt werden kann. Beide Untersuchungen können ambulant erfolgen.

Computertomographie des Herzens (Herz-CT)

Durch die Herz-CT können Verkalkungen der Herzkranzgefäße in einem sehr frühen Stadium - noch bevor Engstellen (Stenosen) vorhanden sind - erkannt werden. Diese so genannte Berechnung des Kalkscores des Herzens erfolgt ohne Kontrastmittelgabe und wird hauptsächlich zur Diagnose und Verlaufskontrolle einer Koronaren Herzkrankheit (KHK) angewandt.

Mit einer CT-Koronar-Angiographie können unter bestimmten Voraussetzungen (niedrige Herzfrequenz und geringe Gefäßverkalkung) Engstellen oder Verschlüsse von Herzkranzgefäßen durch Kontrastmittelgabe dargestellt werden. In speziellen Fällen ersetzt dieses Verfahren eine Herzkatheter-Untersuchung.

Darüber hinaus dient die Computertomographie des Herzens als Nachsorge bei Bypass-Operationen. Durch die Untersuchung mit Kontrastmitteln kann beurteilt werden, ob ein arterieller oder venöser Bypass offen oder verschlossen ist.

Magnetresonanztomographie des Herzens (Herz-MRT)

Mit einer Herz-MRT werden ohne den Einsatz von Röntgenstrahlen oder Röntgenkontrastmitteln die Struktur und Form des Herzmuskels sowie die Herzbewegungen dreidimensional dargestellt. So können verändertes Gewebe und bestimmte Herzkrankheiten diagnostiziert werden.

Die Magnetresonanztomographie des Herzens wird zur Erkennung angeborener Herzerkrankungen, Herzbeutelerkrankungen (Perikarderkrankungen) und Herzmuskelerkrankungen (Kardiomyopathien) durchgeführt. Darüber hinaus dient die Herz-MRT der funktionellen Untersuchung des Herzens (Klappenfunktion, Vorhof- und Kammerfunktion) und Durchblutungsmessungen des Herzmuskels.

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