ICM: Implantierbarer Herzmonitor

Ein implantierbarer Herzmonitor (ICM = Insertable Cardiac Monitor) ist ein kleines Aufzeichnungsgerät, welches in Herznähe unter die Haut implantiert wird. Es kann unregelmäßig auftretende Störungen der Herztätigkeit dokumentieren.

ICM-Implantierbarer-Herzmonitor
Ein implantierbarer Herzmonitor bietet die Möglichkeit, über Jahre den Herzrythmus zu kontrollieren.
Getty Images/Comstock Images

Implantierbare Herzmonitoren zeichnen den Herzrhythmus der Person auf und können so eventuelle Unregelmäßigkeiten dokumentieren. Ein Herzmonitor hilft bei der Diagnose von Herzrhythmusstörungen, Synkopen (Ohnmacht), Benommenheit, Schwindel und Herzklopfen. Die Störungen treten oft nur unregelmäßig auf. Nur sehr selten ist der Betroffene zufällig gerade beim Arzt, wo die Möglichkeit besteht, ein EKG zu machen. Daher kann ein Herzmonitor auch als mobiles EKG bezeichnet werden.

Für wen ist der ICM geeignet?

Der Reveal® XT wird Betroffenen empfohlen, die unter Vorhofflimmern (Atriale Fibrillation) leiden. Das Gerät zeichnet die Herzaktivitäten langfristig und kontinuierlich auf. Der Herzmonitor bietet dem Arzt die einzigartige Möglichkeit, über einen Zeitraum von bis zu drei Jahren 24 Stunden täglich einen Überblick über den Herzrhythmus der Person zu gewinnen und so gegebenenfalls Herzstörungen zu diagnostizieren. Dasselbe gilt für den Reveal® DX. Dieses Gerät ist für Personen geeignet, die unter unerklärbaren Ohnmachtsanfällen (Synkopen) und Schwindel leiden.

Beeinträchtigt der Herzmonitor im Alltag?

Personen, die einen Herzmonitor implantiert bekommen haben, sind in ihrem Alltag nicht behindert.

Wie lange bleibt der Herzmonitor implantiert?

Der ICM-Herzmonitor wird entfernt, sobald er für die Diagnose der Herzbeschwerden nicht mehr benötigt wird. Die Batterie versorgt das Gerät für bis zu drei Jahre mit Strom.

Wie wird der ICM Herzmonitor implantiert?

Der Reveal-Herzmonitor wird im Rahmen eines einfachen ambulanten Eingriffs, der normalerweise 15 bis 20 Minuten dauert, implantiert. Die Einschnittstelle wird lokal betäubt. Dies kann etwa mit einer Betäubung beim Zahnarzt verglichen werden. Um den Monitor unter die Haut einzusetzen, bedarf es eines kleinen Einschnittes von etwa zwei Zentimeter Länge in der Brustgegend.

Bestehen Risiken beim Implantieren?

Bei der Implantation gibt es in der Regel zwar keine Risiken, wie bei jeder Operation besteht jedoch die Möglichkeit der Sekundärinfektion. Die Implantation sollte daher immer in einer Klinik erfolgen.

Herzmonitor: Aufzeichnung

Der ICM Herzmonitor zeichnet den Herzrhythmus des Betroffenen langfristig und kontinuierlich auf. Alle anderen derzeit auf dem Markt erhältlichen Überwachungsgeräte können entweder nur über einen beschränkten Zeitraum oder auf temporärer Basis eingesetzt werden. Der behandelnde Arzt muss sich nun nicht länger auf unvollständige Daten verlassen.

Herzmonitor: Tipps

Haben Sie einen ICM Herzmonitor, gibt es einige Punkte, die Sie beachten sollten:

  • Informieren Sie Ihre nähere Umgebung
    Informieren Sie Familie und Freunde darüber, dass Sie Träger eines ICM sind.
  • Patienten-Identifikationskarte
    Führen Sie Ihre Patienten-Identifikationskarte immer mit sich.

Was kann den ICM Herzmonitor stören?

Es kann zu einer vorübergehenden Interaktion zwischen dem ICM und einem Handy, elektronischen Diebstahlsicherungen und Sicherheitsschleusen kommen. Falls ein ICM in unmittelbarer Nähe zu einem Handy nicht zuverlässig funktioniert, nimmt es seinen Betrieb aber wieder auf, wenn das Handy aus dem Bereich des ICM entfernt wird.

Durch Beachtung der folgenden Richtlinien können Sie die Wahrscheinlichkeit einer solchen Interaktion minimieren:

  • Handys (Mobiltelefone)
  • Halten Sie stets einen Abstand von mindestens 15 Zentimetern zwischen einem Handy und der Implantationsstelle des ICM ein.
  • Halten Sie das Handy an das der Implantationsstelle abgewandte Ohr.
  • Tragen Sie das Handy nicht in einer Tasche auf derselben Körperseite wie die Implantationsstelle, da Handys auch dann Signale aussenden, wenn sie nicht benutzt, aber doch eingeschaltet sind. Verwahren Sie das Handy an einer der Implantationsstelle abgewandten Stelle Ihres Körpers.
  • Bei Funktelefonen mit einer Sendeleistung über drei Watt (z. B. manche Autotelefone) sollte ein Mindestabstand von 30 Zentimetern zwischen der Antenne und dem ICM eingehalten werden.

Elektronische Diebstahlssicherungen

In vielen Geschäften befindet sich am Ausgang eine elektronische Schleuse zum Zweck der Diebstahlssicherung. Die von diesen Schleusen erzeugten Magnet- und Funkfelder können die Batteriewarnung des ICM auslösen. In diesem Fall arbeitet der ICM normal weiter. Um die Wahrscheinlichkeit für diesen Fall zu verringern, sollten Sie einen Aufenthalt im Bereich solcher Schleusen vermeiden und diese zügig passieren.

Sicherheitsschleusen

Es ist extrem unwahrscheinlich, dass diese Schleusen (etwa in Flughäfen) Auswirkungen auf den ICM haben. Sie können jedoch auf die metallischen Komponenten des ICM ansprechen und den Alarm auslösen. Zur Klärung sollten Sie Ihre Patienten-Identifikationskarte vorzeigen. Anstatt durch die Sicherheitsschleuse zu gehen, sollten Sie sich möglicherweise von Hand kontrollieren lassen.