Elektrokardiogramm (EKG)

Mit einem Elektrokardiogramm (EKG) wird die elektrische Aktivität des Herzens dargestellt. Eine EKG-Untersuchung ist einfach und schmerzlos. Es gibt verschiedene EKG-Formen wie etwa Belastungs- und Langzeit-EKG.

Elektrokardiogramm-EKG
Bei einem Belastungs-EKG benutzt der Patient häufig ein Laufband oder rennt Treppen auf und ab.
Getty Images/Polka Dot RF

Bei einem Elektrokardiogramm werden drei Untersuchungsverfahren unterschieden: Das Ruhe-EKG, welches in der Regel nur wenige Minuten dauert, das Belastungs-EKG, welches unter körperlicher Aktivität aufgezeichnet wird und das Langzeit-EKG, welches die elektrische Herzaktivität über 24 Stunden beobachtet.

Beim Pumpen des Herzens entsteht eine elektrische Spannung, die mithilfe von am Körper befestigten Elektroden an der Körperoberfläche gemessen werden kann und in Form von Kurven dargestellt wird. Anhand des Kurvenverlaufs lassen sich Herzkrankheiten (zum Beispiel Herzrhythmusstörungen, Koronare Herzkrankheit oder Herzinsuffizienz) erkennen.

Vorbereitungen für ein EKG

Bevor das Elektokardiogramm durchgeführt wird, ist es ratsam, dem Arzt mitzuteilen, wenn Medikamente eingenommen werden, da einige Wirkstoffe den Herzrhythmus verändern können.

Ablauf und Formen des EKGs

Eine EKG-Untersuchung kann in jeder Arztpraxis mit dem entsprechenden Gerät durchgeführt werden. Das Standardverfahren ist das Ruhe-EKG. Bei dieser Untersuchung liegt man ruhig und entspannt. Die Messung der elektrischen Spannung erfolgt über Elektroden, die auf der Haut der Hände und Füße und des Brustkorbs angebracht werden. Bei starker Behaarung wird der Brustkorb eventuell teilweise rasiert. Auf die Messelektroden wird vorher ein Gel aufgetragen, das den Kontakt zwischen Haut und Elektroden verbessert.

Im Reizbildungs- und -leitungssystem im Herzen bildet sich die elektrische Erregung - durch diese pumpt das Herz das Blut durch den Körper. Die elektrischen Impulse gelangen zu den Muskelzellen und können so mit einem EKG dargestellt werden. Die Veränderungen werden bei einem Elektrokardiogramm auf einem Monitor oder mithilfe eines Schreibers als Kurven dargestellt. Die Ausschläge im EKG geben durch ihre Breite, Höhe und Richtung Auskunft über die Herzaktivität.

Während das Ruhe-EKG nur eine Momentaufnahme darstellt, zeichnet das Langzeit-EKG im Gegensatz dazu die elektrische Aktivität des Herzens über 24 Stunden auf. Für diese Untersuchung wird ein kleines Aufnahmegerät einen Tag lang während der Alltagsaktivitäten am Körper getragen.

Das Belastungs-EKG ist ein Elektrokardiogramm, das unter körperlicher Aktivität aufgezeichnet wird. In der Regel wird ein stationäres Fahrrad oder ein Laufband verwendet. Dadurch werden Unregelmäßigkeiten der elektrischen Erregung deutlich, die nur bei Anstrengungen und nicht in Ruhe auftreten.

Anwendungsgebiete von EKGs

Ein Elektrokardiogramm gibt Auskunft über die Tätigkeit der Muskulatur des Herzens, den Herzrhythmus und die Reizleitung. Das Verfahren wird in Zusammenhang mit Gesundheitschecks, bei Verdacht auf eine Herzerkrankung sowie zur Überprüfung der Herzfunktion vor, während und nach Operationen durchgeführt.

Anhand des Kurvenverlaufs eines Elektrokardiogramms kann der Arzt verschiedene Herzerkrankungen wie einen Herzinfarkt, Erkrankungen der Herzkranzgefäße, Herzrhythmusstörungen, eine Koronare Herzkrankheit (KHK), Vorhofflimmern oder -flattern sowie Kammerflimmern oder -flattern, eine Herzmuskelentzündung (Myokarditis) oder eine Herzbeutelentzündung (Perikarditis) diagnostizieren. Darüber hinaus können eine fehlerhafte Dosierung bestimmter Medikamente sowie ein Mangel oder Überfluss bestimmter Mineralstoffe, welche die Reizleitung beeinflussen, festgestellt werden.

Komplikationen und Risiken von Elektrokardiogrammen

Ein Ruhe-Elektrokardiogramm ist eine einfache, ungefährliche Untersuchung. Ein Belastungs-EKG ist in der Regel ebenfalls ungefährlich, sollte jedoch nicht bei Personen durchgeführt werden, die an einer Herzschwäche leiden, kürzlich einen Herzinfarkt hatten, oder von einer instabilen Angina Pectoris betroffen sind.

Alternativen zum EKG

Neben einem Elektrokardiogramm können zur Erkennung von Herzerkrankungen eine Echokardiographie oder eine Herzkatheteruntersuchung durchgeführt werden.

Beitrag zum Thema aus der Community
  • Expertenrat Herz- und Kreislaufbeschwerd...
    Ergebnis Langzeit-EKG
    01.05.2013 | 00:53 Uhr

    Hallo Herr Schaps, ich dachte mir, ich mache mal ein neues "Fenster" auf, weil das alte...   mehr...

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