Unterschied: Defibrillator und Herzschrittmacher

Rhythmischer Taktgeber trifft auf Kurzschlussmaschine

Herzschrittmacher oder Defibrillator - was ist der Unterschied? Beide Geräte werden als implantierbare Stimulatoren bezeichnet, sie dienen jedoch unterschiedlichen Zwecken.

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Defibrillatoren gibt es auch als kleine, implantierbare Geräte.

Der Herzschrittmacher ist das klassische Hilfsmittel, wenn das Herz eines Patienten zu langsam schlägt, sei es durch eine Herzinsuffizienz oder auch in Folge einer Ablationstherapie bei atrialen Tachyarrhythmien.

In einem solchen Fall wird der Herzschrittmacher in einer kleinen Operation unter der Haut eingebaut und sorgt dafür, dass das Herz des Patienten in einem Tempo schlägt, das ihm einen normalen Alltag ermöglicht.

Stromstoß bei Kammerflimmern

Der Defibrillator dagegen tut im Grunde genau das Gegenteil: Ein zu schnell schlagendes Herz, egal ob mit gestörter Vorhoffunktion oder gestörter Kammerfunktion, wird durch den Stromstoß des Defibrillators kurzfristig zum Stillstand gebracht, um dann sofort zum normalen Rhythmus zurückzufinden und in diesem weiter zu schlagen.

Wenn auf unseren Seiten von implantierbaren Stimulatoren die Rede ist, so sind beide Varianten gemeint.

Autor:
Letzte Aktualisierung: 12. April 2012
Durch: Andreas Gill / Lifeline

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