Sauerstofftransport im Blut
Der Sauerstofftransport im Blut erfolgt auf zwei Arten. Der Sauerstoff wird sowohl in gebundener als auch in gelöster Form im Blut befördert. Dabei sind beide Transportarten voneinander abhängig und beeinflussten sich gegenseitig.
Transport von gebundenem Sauerstoff im Blut
Der meiste Sauerstoff wird von den
roten Blutkörperchen zu den zu
versorgenden Organen befördert. Dafür wird der Sauerstoff
molekular, das heißt als O2-Molekül, an ein
Hb des Hämoglobinmoleküls
gebunden. Hb ist die Bezeichnung für eine mit dem Farbstoff
Häm verbundene Polypeptidkette im Hämoglobinmolekül.
Aufgrund seiner molekularen Struktur kann ein
Hämoglobinmolekül maximal 4 Sauerstoffmoleküle
binden. Sobald ein Sauerstoffmolekül mit einem Hb des
Hämoglobins verbunden ist, ändert sich die Konformation
der verbleibenden drei Hbs. Diese in ihrer Konformation
veränderten Hbs binden dann sehr schnell je ein weiteres
Sauerstoffmolekül.
Das mit Sauerstoff beladene Hämoglobin wird als
Oxyhämoglobin bezeichnet und verleiht dem Blut eine hellrote
Farbe.
Die Bindung von Sauerstoff an Hämoglobin ist reversibel, das heißt, diese Verbindung kann rückgängig gemacht werden. Dieses ist für die Sauerstoffversorgung des Körpers lebensnotwendig: Denn Sauerstoff kann nur ins Gewebe eindringen (diffundieren), wenn er im Blutserum gelöst ist.
Transport von gelöstem Sauerstoff im Blut
Ein geringer Teil des Sauerstoffs wird im Blutserum in gelöster Form als Sauerstoffmoleküle transportiert. Wie viel Sauerstoff in Blutserum gelöst sind, hängt unter anderem vom Teildruck (Partialdruck) des Sauerstoffs in der Luft und damit in den Lungenbläschen ab. Durchschnittlich sind in 100 ml Blut etwa 0,3 ml gelöster Sauerstoff enthalten.
Sauerstoffsättigung und Blutsauerstoff
Autor: Qualimedic.de
Letzte Änderung am: 17.09.2007


