Sauerstofftransport im Blut

Physiologische Prozsse verstehen: So kommt der Sauerstoff zum Herz

Der Sauerstofftransport im Blut erfolgt auf zwei Arten. Der Sauerstoff wird sowohl in gebundener als auch in gelöster Form im Blut befördert. Dabei sind beide Transportarten voneinander abhängig und beeinflussten sich gegenseitig.

Transport von gebundenem Sauerstoff im Blut

Der meiste Sauerstoff wird von den Blut: Bestandteile und Aufgaben zu den zu versorgenden Organen befördert. Dafür wird der Sauerstoff molekular, das heißt als O-Molekül, an ein Hb des  Blut: Bestandteile und Aufgaben gebunden. Hb ist die Bezeichnung für eine mit dem Farbstoff Häm verbundene Polypeptidkette im  Hämoglobinmolekül. Aufgrund seiner molekularen Struktur kann ein Hämoglobinmolekül maximal 4 Sauerstoffmoleküle binden. Sobald ein Sauerstoffmolekül mit einem Hb des Hämoglobins verbunden ist, ändert sich die Konformation der verbleibenden drei Hbs. Diese in ihrer Konformation veränderten Hbs binden dann sehr schnell je ein weiteres Sauerstoffmolekül.
Das mit Sauerstoff beladene Hämoglobin wird als Oxyhämoglobin bezeichnet und verleiht dem Blut eine hellrote Farbe.

Die Bindung von Sauerstoff an Hämoglobin ist reversibel, das heißt, diese Verbindung kann rückgängig gemacht werden. Dieses ist für die Sauerstoffversorgung des Körpers lebensnotwendig: Denn Sauerstoff kann nur ins Gewebe eindringen (diffundieren), wenn er im Blutserum gelöst ist.

Transport von gelöstem Sauerstoff im Blut

Ein geringer Teil des Sauerstoffs wird im Blutserum in gelöster Form als Sauerstoffmoleküle transportiert. Wie viel Sauerstoff in Blutserum gelöst sind, hängt unter anderem vom Teildruck (Partialdruck) des Sauerstoffs in der Luft und damit in den Lungenbläschen ab. Durchschnittlich sind in 100 ml Blut etwa 0,3 ml gelöster Sauerstoff enthalten.

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Letzte Aktualisierung: 25. Januar 2015

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