Tipps bei Gestationsdiabetes
Gestationsdiabetes vermeiden und bekämpfen - 9 Tipps
Ernährung bei Gestationsdiabetes (Schwangerschaftsdiabetes) ist keine besondere
Diät.
Diabetikern wird im Prinzip keine andere
Ernährung empfohlen als die, die allen Menschen angeraten
wird. Die Auswahl der Nahrungsmittel müsste sich bei
Schwangerschaftsdiabetes also nicht von der der Familie und des
Freundeskreises unterscheiden, wenn diese die 10 Regeln für
eine gesunde Ernährung befolgen würden.
Insbesondere sollten Sie auf folgende Punkte achten, wenn bei Ihnen
Schwangerschaftsdiabetes festgestellt wurde:
Essen Sie mehrere kleine Mahlzeiten am Tag.
Wer über den Tag verteilt immer wieder einen kleinen Snack
(ein Vollkornbrötchen, ein Stück rohes Gemüse, etwas
Obst) zu sich nimmt, kann seinen Blutzuckerspiegel gut konstant und
auf niedrigem Niveau halten. Nach einer großen, üppigen
Mahlzeit dagegen schnellt der Blutzuckerspiegel rasch in die
Höhe.
Essen Sie reichlich Vollkorn.
Brot, Nudeln, Reis und Getreideflocken aus Vollkorn enthalten
reichlich Ballaststoffe, komplexe
Kohlenhydrate und sekundäre Pflanzenstoffe. Diese
Nahrungsbestandteile sorgen dafür, dass der Blutzuckerspiegel
nicht zu hoch steigt und sich in einem engen Rahmen bewegt.
Essen Sie wenig Zucker.
Mit Zucker sind so genannte kurzkettige Kohlenhydrate gemeint. Dazu
gehören unter anderem der Kristallzucker (unser
Haushaltszucker) und der Fruchtzucker. Sie lassen den
Blutzuckerspiegel anders als die komplexen Kohlenhydrate schnell
auf einen hohen Wert ansteigen. Essen Sie deshalb wenig gezuckerte
Speisen. Auch das Zuckern mit Fruchtzucker ist keine gute
Alternative. Die Menge Fruchtzucker, die Sie verzehren, sollte aus
frischem Obst stammen.
Essen Sie mehr Gemüse als Obst.
5 Portionen Obst und
Gemüse am Tag gehören zu einer gesunden
Ernährung. Obst enthält allerdings viel Zucker (Fruktose
= Fruchtzucker). Deshalb sollten Sie, wenn bei Ihnen
Gestationsdiabetes festgestellt wurde, Gemüse in allen
Variationen bevorzugen: roh, gekocht, als Salat, zum Knabbern
zwischendurch oder als Saft. Ganz auf Obst verzichten sollten Sie
natürlich nicht.
Treiben Sie Sport und bewegen Sie sich viel.
Durch regelmäßige Bewegung wird der Blutzuckerspiegel
auf konstant niedrigen Niveau gehalten. Übertreiben Sie es
aber nicht und gehen Sie nicht über Ihre Grenzen hinaus. Nicht
alle Sportarten
sind für Schwangere geeignet. Eine gute Möglichkeit, um
in der Schwangerschaft sportlich aktiv zu sein, ist die Schwangerschaftsgymnastik -
auch und gerade für ansonsten eher unsportliche Frauen.
Reduzieren Sie das Fett und achten Sie darauf, welches Fett
Sie verwenden.
70-90 g Fett am Tag liefern ausreichend lebensnotwendige
(essentielle) Fettsäuren und fettlösliche Vitamine und
sorgen als Geschmacksträger für einen guten Geschmack.
70-90 g Fett sind ungefähr ein Drittel weniger als das, was
die meisten Menschen in Deutschland zu sich nehmen. Vermeiden Sie
die versteckten Fette in Wurst, Fertiggerichten,
Süßigkeiten und Gebäck. Wenn Sie Fett zum Kochen
verwenden, dann am besten pflanzliches Fett.
Trinken Sie viel.
Damit der Stoffwechsel einwandfrei arbeitet, ist ausreichende
Flüssigkeitszufuhr nötig. Selbst wenn Sie zu
Wassereinlagerungen neigen, sollten Sie die Flüssigkeitszufuhr
nicht einschränken.
Achten Sie schon vor der Schwangerschaft auf ein normales
Körpergewicht.
Übergewichtige Frauen neigen eher zu Gestationsdiabetes als
normalgewichtige Frauen. Achten Sie also am besten schon vor Beginn
einer Schwangerschaft darauf, ein Gewicht zu haben, welches sich im
akzeptablen Bereich bewegt. Diesen Bereich können Sie mit dem
Body
Mass Index feststellen.
Autor: Qualimedic.de
Letzte Änderung am: 17.09.2007


