Jessica_W.17
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18.02.2008 | 17:01 Uhr | Von Jessica_W.17

Cardio-MRT RV-EF 52%

Sehr geehrter Herr Dr. Grebe,
ich war vor 2 Wochen wegen einer im Langzeit-EKG dokumentierten ventrikulären 9-er Salve (mit Frequenz von 215) zum Herzkatheter und Cardio MRT, um eine strukturelle Herzerkrankung sicher auszuschließen.
Sowohl Katheter als auch MRT waren erfreulicherweise unauffällig.
Nun habe ich aber per Post den Befund vom MRT zugeschickt bekommen und bin über eine Sache "gestolpert". Ich würde Sie herzlich um Ihre Meinung und Einschätzung hierzu bitten.
Bei der RV-Ventrikulographie steht bei den quatitaiven Parametern bei der RV-EF (also doch der Pumpkraft des Herzens, um die es doch immer geht) ein Wert von "nur" 52%. Die Norm liegt bei 55 - 70 %.
In der Beurteilung steht dann folgendes zusammengefasst:
"Die rechtsventrikulären Volumina sind unauffällig, die Auswurffraktion etwas unterhalb der Normgrenze von 55% bei 52% gelegen."
Was bedeutet das prognostisch für mich? Ist der Wert von 52% bedenklich? Ist das bereits eine Insuffizienz, die beobachtet werden muss?Oder hat er sogar eine Aussagekraft bezüglich der Gefährlichkeit der aufgezeichneten Salve?
Meine VES kommen aus dem rechtsventrikulären Ausflusstrakt. Kann es sein, dass ich daher diese zahlreichen VES habe, da meine RV-EF schlechter ist? Gibt es da einen Zusammenhang?
Meine zweite Frage an Sie wäre, auch wenn diese eher in die Rhythmussprechstunde gehört, ob ich nach diesen beiden Untersuchungen von Herzkatheter und MRT sicher sein kann, dass mir auch bei weiteren Salven oder VTs kein Kammerflimmern droht? Oder halten Sie bei nachgewiesener Salve eine EPU für unabdingbar bezüglich der Risikoeinschätzung?
Leider habe ich diesbezüglich zwei völlig konträre Meinungen bekommen. Ein Arzt hält eine EPU nicht für erforderlich, da nur entscheidend ist, ob das Herz gut pumpt und strukturell gesund ist - der andere Arzt ist der Meinung nur durch eine EPU könne man einschätzen, ob ich bei einer erneuten Salve eventuell in Gefahr bin? Kann man also trotz struktureller Herzgesundheit nicht sicher sein, dass das Herz dann auch von der "elektrischen Seite" zuverlässig funktioniert und eine Salve immer von selber limitiert?
Was raten Sie mir in diesem Fall?
Herzlichen Dank im voraus für Ihre Mühe und freundliche Grüße
Jessica
P.S.: Ich schicke statt der Choco Crossies lieber ein Paket Ferrero Küsschen :-))

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Bisherige Antworten
Dr_med_Olaf_Grebe
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19.02.2008, 10:11 Uhr
Antwort von Dr_med_Olaf_Grebe
Das ist nicht so leicht zu beantworten. Die RV-EF ist aufgrund der komplexen Geometrie des rechten Herzens nicht so leicht zu bestimmen, das erfordert sehr viel Erfahrung.
Korrekte Auswertung vorrausgesetzt: Normal ist über 60%, Grauzone zwischen 55 und 60%, das sieht man auch mal ohne strukturelle Herzerkrankung.
Ist der rechte Ventrikel normal groß (RVEDVI
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19.02.2008, 10:23 Uhr
Kommentar von Jessica_W.17
hallo Herr Dr. Grebe,
jetzt bin ich doch wieder einigermaßen verängstigt und verunsichert. Niemand hat mit mir genau über diesen Befund gesprochen.
Die anderen Werte des RV sind alle in der Norm.
RV-EDVI 79ml (Norm 65-90)
RV-ESVI 38ml (Norm 20-40)
RV-SVI 41ml (Norm 35-55)
RV-EF 52% (Norm 55-70)
Bin ich jetzt doch nicht strukturell herzgesund?
Was sagen Sie zur Indikation der EPU?
Herzlichen Dank
Jessica
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19.02.2008, 12:47 Uhr
Kommentar von Dr_med_Olaf_Grebe
Sorry, aber Sie hatten gefragt.
Sieht ja alles ganz gut aus, vielleicht sind die 52% nur ein Messfehler, aber wie gesagt das kann ich das über das Internet leider nicht beurteilen.
Die EPU ist sicher ganz sivnvoll in diesem Fall. Das Risiko der Untersuchung ist gering, ist halt etwas unangenehm.
Grüße
OG
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