Lebensrettender Schutz vor Dekompensation
Erfahrungsbericht eines Herzinsuffizienz-Patienten
Ein typischer Patient mit entsprechender Leidensgeschichte ist Herr K. (heute 72 Jahre, Rentner). Sein Leidensweg der Herzinsuffizienz begann 1992 mit einem Herzinfarkt, noch während seiner Zeit als Schriftenmaler für Werbeplakate. Mit invasiver Therapie wurden die verengten Herzkranzgefäße wieder für den Blutfluss geöffnet.
Im Jahre 2003 war die Herzinsuffizienz bei Herrn K. allerdings soweit fortgeschritten, dass das Herz nur noch eine Pumpleistung von 25 Prozent hatte. Luftnot, extrem niedrige Belastungsfähigkeit (nur noch wenige Treppenstufen, rund 300 Meter ebene Wegstrecke) sowie die beginnende Problematik der Einlagerung von Wasser in Armen, Beinen und der Lunge waren die Folge. Erstmals kam Herr K. dann im Januar 2005 zur Entwässerung bei Belastungsunfähigkeit, Luftnot, Schwindel und Übelkeit ins Krankenhaus. Aber schon zwei Monate später ging es ihm schon wieder so schlecht, dass sein Hausarzt nur noch den Notarztwagen rief und ihn ins zuständige Universitätsklinikum einliefern ließ.
Die Ärzte sprachen bei Herrn K. von verringerter Herzauswurfleistung, einer Einstufung in die Klasse "NYHA III" der von der New York Heart Association aufgestellte, allgemein anerkannte Insuffizienz-Klassifizierung und einem Sinusrhythmus mit breitem QRS-Komplex von 180 Millisekunden als Asynchronizitätsmarker. Alle diese Merkmale ergeben eine klassische Indikation für eine Cardiale Resynchronisationstherapie. Dazu kamen weitere Auffälligkeiten wie Vorhofflimmern und Übergewicht.
Herr K. wurde darum im März 2005 ein CRT-D-Gerät implantiert. Dabei handelt es sich um eine mit modernster Technik ausgestattete Weiterentwicklung eines Herzschrittmachers. Es arbeitet wie ein computergesteuertes Motormanagement und sorgt dafür, dass die Vorhöfe und Kammern des Herzmuskels wieder aufeinander abgestimmt im richtigen Rhythmus schlagen. Außerdem ist das Gerät in der Lage, den Herzrhythmus bei Auftreten von lebensgefährlichem Kammerflimmern durch einen Stromstoß wieder zu normalisieren.
Bei Herrn K. zeigte sich die durch bei CRT zu erwartende sofortige Verbesserung der Leistungsfähigkeit. Für die Ärzte heißt das, dass sie die Beschwerden ihres Patienten nur noch als NYHA II statt zuvor NYHA III klassifizieren. Für Herrn K. heißt das, dass er wieder mehrere Kilometer mit seinem Hund spazieren gehen kann.
Mehr Sicherheit für Patienten – Krankheitsverlauf signifikant verbessert
Doch hat das Gerät Herrn K. nicht nur seine Leistungsfähigkeit zurückgegeben. Es schützt ihn auch vor den gefährlichen unbemerkten Wassereinlagerungen in der Lunge, die mit Herzinsuffizienz oft einhergehen.
Eine Zusatzfunktion des Gerätes mit dem Namen OptiVol™ warnte ein halbes Jahr nach der Implantation erstmals vor einem drohenden Lungenödem. Herrn K. wurden daraufhin so genannte Diuretika verordnet, um die Ausschwemmung von Wasser aus dem Körper zu steigern. Bei der folgenden ambulanten Kontrolle drei Wochen später wurde die Dosierung noch etwas gesteigert.
Zum zweiten Mal schlug das Gerät am ein Jahr nach der Implantation Alarm. Herr K. hatte eine schwere Erkältung zu Hause über zwei Wochen austherapiert, dabei aber seinen Kreislauf so belastet, dass die Wassereinlagerung in den Lungen begann wieder begann. Herr Kranz kam einige Tage zur Überwachung ins Krankenhaus. Nur ein paar Tage später schlug der OptiVol™-Warner in dem CRT-Gerät schließlich zum dritten Mal an. Auch diesmal gelang es dem Hausarzt in Absprache mit den betreuenden Ärzten des Universitätsklinikums durch Anpassung der Diuretika-Dosierung die Situation ambulant zu behandeln.
Alle Warnungen traten so frühzeitig auf, dass der Patient nicht unter den Symptomen einer zugespitzten Herzinsuffizienz zu leiden hatte. Eine lebensgefährliche akute Dekompensation wurde ebenso vermieden wie deren kostspielige intensivmedizinische Behandlung.
Autor: Medtronic
Letzte Änderung am: 06.10.2008


