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Langzeitstudie zu Kaffee und Herzrhythmusstörungen


Von: Inga D. • 17.03.2010 [17:05]
Inga D.
Und noch eine Studie, die Anfang März vorgestellt wurde:

Kaffee bringt das Herz nicht aus dem Takt

Dass Kaffee ein potenzieller Auslöser von Herzrhythmusstörungen ist, dieser Glaube ist weit verbreitet. Den Kaffeegenuss deshalb zu reduzieren, für diese Empfehlung gebe es keinen wissenschaftlichen Grund, sagen jetzt US-Forscher. Professor Arthur Klatsky aus Oakland und sein Team haben in einer Langzeitstudie die Daten von 130.000 Männern und Frauen unter folgender Fragestellung analysiert: Wie häufig waren Klinikeinweisungen wegen Herzrhythmusstörungen in Abhängigkeit vom Kaffeekonsum?

Ihre Ergebnisse trugen die Forscher jetzt beim Kongress der American Heart Association, der größten Kardiologen-Tagung weltweit, in San Francisco vor. Ihnen zufolge war Kaffeegenuss nicht etwa mit einem erhöhten, sondern im Vergleich zu Kaffee-Abstinenz mit einem deutlich niedrigeren Risiko für stationär behandelte Herzrhythmusstörungen verbunden.

Wer mindestens vier Tassen täglich trank, hatte ein um 18 Prozent geringeres Risiko. Waren es nur eine bis drei Tassen, betrug die relative Risikoreduktion auch nur 7 Prozent. Insgesamt 2,6 Prozent aller erfassten Studienteilnehmer waren wegen Herzrhythmusstörungen in einer Klinik behandelt worden, die Hälfte davon wegen Vorhofflimmern.

"Den möglichen schützenden Mechanismus kennen wir auch noch nicht", sagte Klatsky. Die Forscher vermuten, dass Koffein die körpereigenen Substanz Adenosin hemmen könnte, sie ist für die Erregungsbildung und Weiterleitung von elektrischen Impulsen im Körper verantwortlich.

American Heart Association / www.apotheken-umschau.de; 04.03.2010

Etwas ausführlicher, aber auf Englisch: http://www.theheart.org/article/1053681.do
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